VII. Internationale Meßkircher Heidegger-Konferenz: Internationale Perspektiven auf „Sein und Zeit“ – in mehr als 100 Vorträgen
Vom 28. bis 31. Mai 2026 fand im Schloss Meßkirch die VII. Internationale Meßkircher Heidegger-Konferenz statt. Organisiert wurde die Konferenz von Matthias Ernst Bähr, Felipe Seelaender Costa Rosa und Holger Zaborowski (Professur für Philosophie, Universität Erfurt), der Stadt Meßkirch und der Meßkircher Martin-Heidegger-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Martin-Heidegger-Gesellschaft.
Unter dem Titel „Sein und Zeit. Rezeption, Bedeutung, Aktualität“ kamen mehr als 100 Referentinnen und Referenten aus aller Welt zusammen, um sich vor Ort und in digitalen Vorträgen mit Martin Heideggers einflussreichem Werk und seiner Wirkung auseinanderzusetzen. Die Konferenz vereinte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher kultureller und fachlicher Hintergründe – von etablierten Stimmen bis hin zu einer neuen Generation engagierter Nachwuchsforschender – und zeigte die Vielfalt und Lebendigkeit gegenwärtiger Heidegger-Forschung: Neben klassischen exegetischen oder philosophiegeschichtlichen Zugängen eröffneten interdisziplinäre, indigene, ethisch orientierte sowie kulturkritisch-politische Perspektiven neue Sichtweisen auf „Sein und Zeit“. Eine Lesung von Antonia Gottwald, die den Einfluss von Heidegger in der Literatur zeigte, stellte den kulturellen Höhepunkt der Konferenz dar.
Bereits der Festakt am 27. Mai anlässlich des 50. Todestages Martin Heideggers stieß auf großes öffentliches Interesse. Kurzimpulse von Holger Zaborowskis Doktorandinnen und Doktoranden aus Japan, Brasilien und Deutschland unterstrichen eindrucksvoll die internationale Breite und den thematischen Reichtum der gegenwärtigen Auseinandersetzung mit Heideggers Denken. Grußworte von Bürgermeister Arne Zwick und von Arnulf Heidegger und Burghard Heidegger für die Familie Martin Heideggers brachten die Freude über das weltweite Interesse an dieser Konferenz zum Ausdruck.
Die Konferenz wurde gefördert u. a. aus Landesmitteln durch die Arbeitsstelle für literarische Museen, Archive und Gedenkstätten in Baden-Württemberg.

































